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Autor: Jael

Man kann Kuchen so oder so backen

Man kann Kuchen so oder so backen

Am Tag nachdem ich mit meinem Blog online gegangen war, sagte eine Person zu mir: „Jetzt musst du am besten gleich nachlegen, damit die Leute dran bleiben!“ Sie meinte es bestimmt nur lieb. Zwei Tage jedoch hatte ich einen unglaublichen Druck, der mich sehr belastete. Bei jeder Begegnung, jedem Gespräch lief in meinem Gehirn immer gleichzeitig wie ein Filter ab, auf der Suche aus einem meiner Erlebnisse eine geeignete Story für den Blog zu ziehen. Ich schlug Backbücher auf, mit dem Gedanken, welchen Kuchen ich als nächstes auf dem Blog zeigen könnte, ging in die Bücherei, auf der Suche nach Basteltipps – für den Blog!

Nach zwei Tagen war ich deprimiert. So hatte ich mir das Bloggen nicht vorgestellt. Das war ja Stress pur und einen neuen Beitrag hatte ich immer noch nicht geschrieben und irgendwie auf einmal auch gar keine Lust mehr dazu. Dabei hatte ich zu Beginn, als noch niemand, außer meine besten Freundinnen, mitlesen durften, so viel Spaß daran gehabt. Irgendetwas hatte sich verändert…

Da viel mir dieser wohl gut gemeinte Ratschlag wieder ein. „Du musst liefern“ und auf einmal wurde mir bewusst, was sich verändert hatte…

Ihr lieben Mitleser. In erster Linie schreibe ich für mich. Ihr dürft MITlesen, wenn ihr wollt. Mitlesen, mitdenken, mitfühlen, mitschwätzen… Alles sehr gerne!
Aber: Ich will nicht Kuchen backen und essen, weil ich ihn euch dann zeigen kann, sondern ihn euch zeigen, weil ich ihn gebacken und gegessen habe. Das ist für mich ein großer Unterschied, wenn ihr versteht.?

Ich freue mich, wenn ihr mich weiter beim Kuchen essen begleiten wollt. Aber denkt dran: Es ist mein Kuchen nicht eurer. Backt euch euren eigenen. ??

P.S. Ein Rezept für einen Apfelkuchen vom Blech findet ihr gleich Hier! Viel Spaß! 😉

Apfelkuchen vom Blech

Apfelkuchen vom Blech

Ich bin ein Gewohnheitstier. Hab ich einmal ein Rezept gefunden, das mir gefällt, dann backe ich es immer und immer wieder. Da ich allermeist für spezielle Anlässe backe, setze ich hier einfach gerne auf altbewährtes – da kann nicht so viel schief gehen.
…dachte ich mir so und ging einfach Mal mutig mit Livi eine Runde um den Block spazieren, während ein Exemplar meines Apfelkuchens im Backofen meiner Eltern verbrannte. Ich hatte die Komponente des altbewährten, bekannten Ofens in meinem Erfolgsrezept wohl vergessen.
Als wir zurück kamen, war die eine Hälfte des Kuchen bereits Kohle – ein paar Stück ließen sich jedoch glücklicherweise noch retten.
Es sei mir eine Lehre. 😉

Und jetzt viel Spaß bei meinem Kuchen zum Sonntag!

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 2kg Äpfel
  • ca. 100ml Zitronensaft
  • 500g Mehl
  • 250g Zucker
  • 300g Butter
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500g Quark
  • 50g Zucker
  • 30g Grieß

Zubereitung:

  1. Schneide die Äpfel in Spalten und beträufle sie mit Zitronensaft.
  2. Für die Streusel gebe das Mehl in eine Rührschüssel und vermische es mit 200g Zucker. Dann die Butter schmelzen und darüber gießen. Das Ganze mit einem Knethaken oder der Hand bearbeiten und beiseite stellen.
  3. Die Eier trennen. Das Eiweiß und den Vanillezucker steif schlagen.
  4. In einer weiteren Schüssel das Eigelb, den Quark, 50g Zucker und den Grieß verrühren. Anschließend den Eischnee unterheben.
  5. Ein Backblech mit etwas Butter oder Öl fetten. Ca. die Hälfte der Streusel darauf verteilen und fest drücken. (Ich benutze dafür auch gerne einen Holz-Eckroller, also so ein kleines Wellholz).
  6. Auf dem Streuselboden eine erste Lage Äpfel aufreihen. Darüber die Quarkmasse mit einem Geizhals gleichmäßig verteilen und eine zweite Schicht Äpfel legen.
  7. Zum Schluss die restlichen Streusel darübergeben und den Kuchen bei 180-200 Grad für 40-45 min backen.
  8. Guten Appetit! 🙂

Übrigens: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er gut und saftig durchgezogen ist. Er lässt sich also super ein, zwei Tage im voraus backen.

Mit Sahne nochmal besonders fein!
Ich bin Perfektionist

Ich bin Perfektionist

Ich bin Perfektionist. Was manchmal schon echt zwanghafte Züge annehmen kann. Ich räume lieber das ganze Besteckfach der Spülmaschine noch einmal um, als eine Gabel neben ein Messer zu legen, weil der bemessene Platz neben den fein säuberlich aufgereihten Gabeln für diese eine nicht mehr gereicht hat.
Ich bin Perfektionist. Ich habe geschlagene zehn Minuten damit verbracht den vorangegangenen Satz über Messer und Gabeln zu formulieren, zu löschen, wieder neu zu formulieren, um ihn schließlich noch einmal so abzuändern, dass er endlich passt – oder vielleicht doch nicht? Mit diesem Satz habe ich das selbe getan und mit allen weiteren die ich hier noch schreiben werde, wird es wohl genauso sein. Und am Ende bin ich immer noch nicht zufrieden…

Gestern in unserer Krabbelgruppe hatte eine Mutter, nachdem wir alle Babys im Morgenkreis singend begrüßt, die üblichen Reime und Fingerspiele durch exerziert und dann alle Kinder – bis auf meines – auf der Krabbeldecke mit ausreichend Spielzeug versorgt abgestellt hatten, einen Impuls für uns Mütter mitgebracht. In Wirklichkeit, müsst ihr wissen, ist unsere Krabbelgruppe gar nicht Livis Gruppe, sondern meine. Da mein Kind, wenn es zwischen 10 und 11 Uhr am Vormittag nicht gerade schläft, so müde ist, dass es von meinem Schoß aus, nur mit letzter Kraft und gegen die zufallenden Augen ankämpfend, gerade so noch das Geschehen auf der voll Leben bewuselten Decke betrachten kann. Ich hingegen trinke Tee, esse Kekse – im besten Fall sogar Kuchen – und habe alle Zeit der Welt mich mit Gleichgesinnten über alle Themen des Mamadaseins auszutauschen, bei denen andere Menschen ohne Kinder, meist nach einigen Minuten schon die Augenrollen.

Im besagten Impuls, ein Auszug aus einem Buch dessen Titel und Autor mir leider entging, da er im Streit der zwei ältesten der Gruppe auf dem Teppich um die heißbegehrte Rasselgiraffe unter ging, berichtete eine Mutter darüber, wie unglücklich sie der tägliche Vergleich mit der perfekten „Super-Mom von nebenan“ mache. Nach seitenlanger Jammerei, bei der die Super-Mom von nebenan ganz schön einstecken musste, kam sie schließlich zu dem Schluss, dass sie, der Super-Mom zum Trotz, nicht so perfekt sein müsse. Sowieso, in den Augen ihres Kindes, sei sie auch ungeschminkt, mit ungewaschen Haaren, unaufgeräumter Küche und den sich häufenden Wäschebergen im Keller perfekt! Allein der Blick ihres Kindes, darauf käme es an.

Im anschließenden Gespräch stellte sich heraus, dass sich durch den Text die anwesenden Mütter unglaublich ermutigt fühlten und alle waren sich einig: Nein, so eine, wie diese Super-Mom, wollte man ganz sicher nicht sein. Alle waren sie mit diesem Ergebnis zufrieden. Alle, bis auf mich.

Den ganzen Text über hatte ich mich mehr und mehr Super-Mom solidarisch gefühlt. Irgendwie tat sie mir unglaublich leid. Was konnte sie denn dafür, dass andere sie sich als Maßstab setzten. Ob sie überhaupt wusste, dass andere sie für Super-Mom hielten? Bestimmt war diese Frau nur eine in sich selbst gefangene Perfektionistin, die gar nicht anders kann als dort, wo sie ihre Stärken sieht, gleichzeitig immer auch das Beste zu geben. Auf einmal sah ich sie vor mir: Super-Mom, weinend in ihrer wunderschön aufgeräumten Wohnung, irgendwann an ihrem eigenen Perfektionismus zerbrechend. Sah denn niemand, dass Super-Mom selbst am aller meisten unter sich selber litt?
Super-Mom kann in der Öffentlichkeit kein Tragetuch binden ohne den Gedanken daran, dass vielleicht gleich eine Trageberatung um die Ecke kommt, die ihr sagt, dass dieses Tuch, aber nicht perfekt gebunden ist. Super-Mom kann ihrem Kind kein gekauftes Gläschen füttern, denn sie leidet daran, dass sie diesen Brei nicht selbst gekocht hat. Super-Mom muss einfach perfekt sein, nicht nur in der Öffentlichkeit, auch in den eigenen vier Wänden. Und das nicht, für irgendjemand anderen, nein von einem inneren Zwang getrieben, alleine für sich selbst. Selbst nie zufrieden mit dem eigenen Ergebnis. Nie in der lange die selbstgesteckten Maßstäbe zu erreichen. Und darunter leidet sie. Still und heimlich, bis zu dem jetzigen Zeitpunkt nicht einmal im Bilde darüber, in den Augen anderer womöglich die wahrhaftige Super-Mom zu sein. Vom Perfektionismus getrieben – unfrei!

Ich bin Perfektionist. Immer wieder hadere ich damit nicht perfekt zu sein. Besonders schwer fällt mir das in den Bereichen, in denen ich auch wirklich davon überzeugt bin gutes Leisten zu können. Auf meine Rechtschreibung und Zeichensetzung, zum Beispiel, gebe ich nicht viel. Ich habe erkannt und eingesehen, dass ich hier wirklich ernsthafte Defizite habe. Jedoch bin ich, zum Beispiel, davon überzeugt, dass ich eine gute Mutter bin und wo ich gut bin, will ich normalerweise auch perfekt werden. Gestern in meiner Krabbelgruppe jedoch habe ich Super-Mom kennen gelernt. Sie saß stillschweigend zwischen all den anderen Müttern, ihr perfektes Kind betrachtend, dass natürlich das hübscheste der Gruppe war, in denen von ihr selbst genähten Kleidern sowieso. Normalerweise ist sie ja diejenige, die sich am intensivsten an den Diskussionen beteiligt. Gestern jedoch saß sie einfach nur da und lauschte, machte sich ihre Gedanken und beschloss am Nachmittag beim Einräumen der Spülmaschine, die übrig gebliebene Gabel, aufgrund des zu knapp bemessenen Platzes, einfach mal neben den Messern einzuräumen.

Über diesen Blog

Über diesen Blog

Ich hatte es mir unheimlich schwer vorgestellt einen Blog zu starten. Vor allem vor dem technischen Aspekt dabei hatte ich zu Beginn einen riesigen Respekt. So viel Respekt, dass der Gedanke an einen eigenen Blog für Monate nur ein Traum blieb. Wäre mein Mann nicht, der nach meiner vielleicht fünfzigsten Feststellung, „Schau, darüber würde ich nun auf meinem Blog schreiben, wenn ich einen hätte…“ den Laptop auspackte und mir mit einer kleinen Einführung die Angst nahm, würde es diesen Blog wohl immer (noch) nicht geben.
Ich startete also Ende 2018 voller Tatendrang und scheiterte letztendlich fast an einem ganz anderen Problem, das ich so ganz und gar nicht erwartet hatte: Wie sollte mein Blog heißen?

Nichts in meiner – wohl gemerkt noch sehr kurzen aber intensiven – Blogger-Karriere, die sich bis dato zwar nur auf meiner lokalen Festplatte abspielte, war mir so schwer gefallen, wie die Entscheidung für einen passenden Namen für diesen Blog. Viele Stunden zerbrach ich mir den Kopf. Schließlich gab es einfach so viel zu beachten:

Er sollte…

…zu den Inhalten dieses Blogs passen und auch erkennbar machen, um was es sich hier so dreht und an wen sich das Ganze richten könnte.
…zu mir passen.
…nicht 0815 sein. Sondern individuell.
…gut einprägsam.
…für mich einfach perfekt sein!

Warum die kleine Amsel?

Es war an einem Mittwoch Abend als ich gerade dabei war unsere kleine Tochter ins Bett zu bringen. Ich lag neben ihr in den Kissen und sang, wie so oft, eines unserer Abendlieder, die bereits mich in meiner Kindheit begleitet hatten:

Eine kleine Amsel singt ihr Abendlied
Eine kleine Amsel singt und wird nicht müd‘.

Tschirb, tschirb, rüttütü rüttütütütüdel rüttütütütü.

Hell aus froher Kehle schwingt es sich hinaus
Hell aus froher Kehle schließt den Himmel auf.

Tschirb, tschirb, rüttütü rüttütütütüdel rüttütütütü.

Und auf einmal waren meine ganzen Kriterien für einen perfekten Blogtitel gar nicht mehr so wichtig. Es war einfach die Grundstimmung, die passte. Ein kleines Lied, das für mich voll mit Erinnerungen und Gefühlen ist, die ich in meinen Blog hineinlegen möchte:

Familie, Freude, Wärme, Geborgenheit, Dankbarkeit, Erwartung, Hoffnung, Liebe…

Alles Dinge, die einen so erfüllen, so glückselig machen, dass man sie in die Welt hinaus singen möchte, andere teilhaben lassen. Wie die kleine Amsel, die am Abend in die Welt hinaus singt. Für mich ein wunderschönes Bild.
Und so will auch ich hier aus „froher Kehle“ singen, von meiner Familie, meinen Freuden, aber auch Leiden, von eben all diesen kleinen und großen Dingen, die mein Leben prägen und so lebenswert machen.
Und wenn sich dadurch nur für einen einzigen der Himmel ein Stück „aufschließt“ , ja, dann war es das schon wert. 

An dieser Stelle, vielen lieben, herzlichen Dank an meine liebste Schwester Tabitha, für dieses unglaublich schöne Logo <3
Kinderschokoladen-Aufstrich

Kinderschokoladen-Aufstrich

Irgendeine Art von Schokoaufstrich ist auf meinem Frühstückstisch einfach jeden Tag zu finden. Unvorstellbar der Gedanke, dass es bemitleidenswerte Menschen auf dieser Welt gibt, die einen solchen nur am Wochenende oder sogar nur bei einem Sonntagsfrühstück genießen dürfen. 😉 Was bin ich froh, dass ich aus einer Familie komme, wo das Essen des Schokoaufstrichs als ein Zeichen und Symbol für Gesundheit steht (was zuerst einmal vielleicht paradox klingt, ihr soweit aber nicht verstehen müsst. Vielleicht irgendwann Mal später mehr dazu… ). Meinen Favoriten unter den schokoladigen Brotaufstrichen möchte ich euch heute vorstellen.

Dieses Rezept eignet sich besonders für eine Küchenmaschine mit Kochfunktion, kann aber auch ohne eine solche ganz einfach zubereitet werden.

Ihr braucht folgende Zutaten:

  • 200g Kinderschokolade
  • 60g weiche Butter
  • 6 Esslöffel Schlagsahne

Und los geht’s

  1. Die Kinderschokolade grob zerkleinern.
  2. Die Schokoladenstückchen in einem Topf zusammen mit der Butter bei mittlerer Temperatur auf dem Herd schmelzen.
  3. Die Sahne zugeben und mit einem Schneebesen verrühren, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben.

Wichtig: Die Schokomasse darf nicht zu heiß werden und sollte auf keinen Fall kochen! Eventuell die Masse in ein Glas umfüllen und in einem Wasserbad fertig kochen.

Den fertigen Aufstrich solltet ihr im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Verzehr schon einige Minuten eher heraus holen, damit er schön leicht streichbar wird. Lecker schmeckt er übrigens nicht nur auf selbstgebackenen Brötchen (das Rezept findest du Hier!), sondern auch in Kombination mit Quark oder Joghurt. Guten Appetit!

Und hier noch die alternative Zubereitung mit einer Küchenmaschine mit Kochfunktion:

  1. Die Schokolade auf höchster Stufe 5 Sekunden zerkleinern.
  2. Butter und Sahne zugeben und auf Stufe 4 bei 40 Grad für 4-5 Minuten rühren lassen.
  3. Das war’s schon. Guten Appetit!

Eine kleine Amsel – Ganz große Schoko-Liebe 🙂
Schnelle Frühstücksbrötchen

Schnelle Frühstücksbrötchen

Bist du eher der Frühstücker oder Spätstücker? Oder Stückst du normalerweise gar nicht? 😉 Ich gehöre eindeutig zu den ausgedehnt und genießerischen Spätstückern. Besonders am Wochenende, wenn mein Mann am Vormittag auch Zuhause ist und wir alle Zeit der Welt haben, zelebrieren wir das Ganze ausführlichst mit Kaffee, Tee, Musik und guten Gesprächen. Was dabei noch so alles für selbstgemachte Köstlichkeiten auf dem Tisch stehen, möchte ich euch hier auf dem Blog nach und nach vorstellen und zum selber ausprobieren einladen.

Heute starten wir mit den super schnellen Frühstücksbrötchen. Dieses Rezept ist nicht nur für das ausgedehnte Wochenendfrühstück mit viel Zeit geeignet. Da es so fix geht und nur wenige Zutaten enthält, die man meist einfach so vorrätig Zuhause hat, lässt es sich schnell auch mal unter der Woche machen, wenn man, wie ich des öfteren, am Morgen feststellt, dass das Brot mal wieder unbemerkt über Nacht entflohen sein muss. 😉

Zutaten für den Teig:

  • 250g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 125g Quark
  • 50g Milch
  • 1 Ei

Und los geht’s:

  1. Backpulver und Salz unter das Mehl heben und gut vermischen.
  2. Den Quark, die Milch und das Ei zugeben und einen Teig kneten, bis dieser nicht mehr an den Händen klebt. (Bei Bedarf vielleicht noch ein bisschen Mehl dazu tun, das hängt unter anderem davon ab, wie groß euer Ei ist).
  3. Teig nun wie gewünscht portionieren und als Kugeln geformt auf ein Backblech legen.
  4. Brötchen bei 180-200 Grad für 20 Minuten Backen.
  5. Wenn die Brötchen gold, braun gebacken sind, aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und zum Frühstück genießen. Guten Appetit.

Was darf’s drauf sein?

Und was darf’s drauf sein? Vielleicht einen leckeren Kinderschokoladen-Aufstrich?! Dieses Rezept findest du gleich Hier!

Leuchtende Eiskristalle – DIY

Leuchtende Eiskristalle – DIY

Februar – und wir stecken noch mitten drin: Die ach so schöne kalte, dunkle, kahle Winterzeit. 😉 Nein, wirklich, dieses Jahr fällt es mir irgendwie unglaublich schwer dieser Jahreszeit etwas Positives abzugewinnen. Schwups ist Weihnachten vorbei und von mir aus könnte es am liebsten damit auch der Winter sein. Dabei war ich meine ganze Kindheit über ganz klar „Team-Winter“. Ich weiß nicht wann genau sich das geändert hat, aber in diesen Tagen sehne ich mich so sehr nach Wärme und Licht, dass es mir einfach nicht schnell genug gehen kann, bis der Frühling endlich kommt.

Geht’s dir auch so? Dann habe ich das perfekte DIY für dich! Zum Einen bringt es uns ungeduldigen jetzt schon ein wenig Licht und Wärme und zum Anderen lässt es uns diese kalte Jahreszeit vielleicht doch wieder ein bisschen wertschätzen lernen. Denn ohne den Winter, die Kälte und Dunkelheit, würden wir diese so zauberhaft glitzernden Eiskristalle einfach verpassen.

Das brauchst du:

  • eine Gugelhupf-Form (aus Silikon, geht aber auch mit jeder anderen)
  • Wasser
  • Außentemperatur von unter 0 Grad oder eine Gefriertruhe
  • ein Teelicht

Und los geht’s:

  1. Fülle die Gugelhupf-Form bis zum Rand mit Wasser auf.
  2. Wenn es kalt genug ist, kannst du sie so nun einfach nach draußen stellen. Alternativ funktioniert das Gefrieren natürlich auch in einer Gefriertruhe.
  3. Jetzt heißt es geduldig sein. Je nach Temperatur braucht es entweder nur eine Nacht, oder eben länger, bis das Wasser in der Form komplett durch gefroren ist. (Die Gefriertruhe ist hierbei, wenn ihr kein Risiko eingehen wollt, auf jeden Fall die zuverlässigere Variante)
  4. Wenn ihr, wie ich eine Silikon Form verwendet, dann lässt sich euer Eiskristall nun super easy aus der Form lösen. Bei herkömmlichen Backformen müsst ihr den Kristall wieder etwas antauen lassen, damit er sich aus der Form nehmen lässt.
  5. Teelicht rein, zurücktreten und sich freuen! 😉

Auch bei Tageslicht im Schnee schön anzusehen.

Übrigens: Wem das Ganze so noch zu schlicht ist, der kann im Wasser auch noch Blumen, bunte Steine oder Scherben mit einfrieren. Der Effekt ist auch wunderschön!

Ein Licht in der Dunkelheit.

Unsere natürliche Geburt aus Beckenendlage

Unsere natürliche Geburt aus Beckenendlage

Mir ist es zu einem Anliegen geworden, dass Frauen besser über die Möglichkeiten einer solchen Geburt aufgeklärt werden und nicht, wie leider weit verbreitet angenommen, hier der Kaiserschnitt der einzig mögliche Weg ist.

Jede Frau, die eine Geburt erlebt, muss diese verarbeiten. Dabei ist es ganz egal, ob das Geburtserlebnis schön, traumatisierend oder irgendetwas dazwischen war. Erzählen hilft. Worte finden für das unbegreiflichste Erlebnis auf Erden. Ein Erlebnis, das außerhalb von Raum und Zeit steht – das ist gar nicht so einfach. Die eigene Verarbeitung der Geschehnisse für mich ist jedoch nicht der einzige Grund warum ich versuchen möchte euch hier von der Geburt meiner ersten Tochter zu berichten. Unser Mädchen kam, wie ihr im Titel bereits lesen könnt, bei einer natürlichen Geburt aus Beckenendlage (BEL) – also mit dem Popo voraus – zur Welt. Mir ist es zu einem Anliegen geworden, dass Frauen besser über die Möglichkeiten einer solchen Geburt aufgeklärt werden und nicht, wie leider weit verbreitet angenommen, hier der Kaiserschnitt der einzig mögliche Weg ist. Ja, auch eine solche Geburt birgt Risiken und ist eine Ausnahmesituation, so wie jede andere Geburt auch.

Hier möchte ich euch nun mitnehmen in unsere Geschichte.  Die Geschichte von einer Geburt, die zum Ende hin leider nicht ohne Komplikationen war, für mich jedoch eine rein positive Erinnerung ist, die mich bis heute mit Dankbarkeit erfüllt. Eine Geburts-Geschichte, die ganz plötzlich und für mich völlig unerwartet begann.

Unser Baby saß vom Beginn der Schwangerschaft an in der Beckenendlage.

Die Geburtsplanung

Nichts deutete für mich daraufhin, dass meine Tochter bereits drei Wochen vor ihrem Termin kommen wollte. Wir waren an diesem Dienstag zu einem Vorgespräch für eine Geburt in Beckenendlage in eine „Spezialklinik für BEL“ gefahren, da sie sich leider, trotz Indischer Brücke, Taschenlampe und Co. einfach nicht drehen wollte. Wir saßen vor den Kreißsälen und hörten, wie immer wieder Frauen vor Schmerzen schrien. Ich fühlte mich sehr unbehaglich und zweifelte, ob diese Klinik wohl die richtige sei. Dass Frauen während der Geburt so schreien mussten, das hatte ich irgendwie nicht erwartet und verunsicherte mich.

Ärztliche Voruntersuchung in der Spezialkinik 

Nach ca. einer Stunde verließen wir jedoch dann die Beratung mit einem sehr guten Gefühl. Ich war von einer Ärztin untersucht worden und sie hatte uns die Risiken einer BEL Geburt, eines Kaiserschnitts und die Möglichkeiten einer äußeren Wendung erklärt. Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis eine äußere Wendung ausprobieren zu müssen. Wir hatten das Gefühl, als sei es quasi egal ob der Popo oder der Kopf zuerst kämen, denn bei BEL läge das Kind nicht falsch, sondern einfach andersherum. Das Wichtige sei, dass ich als Gebärende Vertrauen in mich und mein Baby habe und vor allem das Team, das mich bei der Geburt begleitet, die Erfahrung und Routine – und die haben sie in dieser Klinik. Daher konnte ich für mich feststellen: Das Risiko einer BEL Geburt ist nur erhöht, wenn man sich als Frau unsicher fühlt oder die Ärzte und Hebammen keine Routine mit Beckenendlagen haben. Daher war ich ganz entspannt!

„Daher konnte ich für mich feststellen: Das Risiko einer BEL Geburt ist nur erhöht, wenn man sich als Frau unsicher fühlt oder die Ärzte und Hebammen keine Routine mit Beckenendlagen haben.“

Wir verbrachten den Nachmittag in einem nahegelegenen Hallenbad, da am selben Abend eine Elterninformationsveranstaltung und eine Kreißsaal-Führung stattfinden sollten, die wir gleich noch mitnehmen wollten, wenn wir schon mal da waren.

Startschuss Blasensprung

Die folgenden Tage stieg die Ungeduld. Was wenn wir noch länger als drei Wochen warten mussten? Am liebsten wollte ich meine Tochter jetzt sofort in meinen Armen halten. Die Klinik war ausgesucht und wir durften dort jeder Zeit aufschlagen, egal ob der Kopf oben oder unten liegen sollte. Es war eigentlich unglaublich, dass meine Ungeduld in der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch in derselben Woche, belohnt wurde.

„Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt“ – Jeremia 1,5

Morgens um ca. 1.30 Uhr ging ich, wie fast jede Nacht einmal um diese Uhrzeit herum, aufs Klo. Ich war gerade fertig und erhob mich, da kam noch einmal ein ganzer Schwall. Ich war ganz verwirrt und dachte nur: „Wie? War ich jetzt noch nicht fertig?“ Beim Niesen oder lachen passierte es ab und zu, dass ich einige Tropfen unabsichtlich verlor, aber doch nicht einfach so. Meine Schlafanzughose war komplett durchnässt. Ich dachte in diesem Moment überhaupt nicht daran, dass ich einen Blasensprung gehabt haben könnte. Ich zog alle nassen Sachen aus und wollte losgehen um mir frische Kleidung zu holen, doch ich merkte, dass das Wasser gar nicht aufhörte zu fließen. Es floss und floss und langsam dämmerte es mir und gleichzeitig dachte ich, das kann doch nicht sein. Wirklich? Jetzt schon? Wie? Nach einigen Momenten der Besinnung lief ich schließlich langsam zum Bett, um meine Mann zu wecken. Ich stand vor ihm und erzählte ihm was passiert war und er verstand sofort. Ich legte mich ins Bett, da wir nicht wussten, ob unser Baby schon tief genug im Becken war,  und riefen einen Krankenwagen. Ich lag auf dem Bett und konnte einfach nicht so richtig fassen, dass es jetzt losgehen sollte. Ich hatte keine Wehen und überhaupt, es war so unwirklich. Ich lag einfach nur da, auf der einen Seite freudig gespannt, mit der Vorstellung, dass wir in ein paar Stunden vielleicht schon unser Baby in den Armen halten durften und auf der anderen Seite bangend. Würde der Krankenwagen uns bis in die von uns erwählte Klinik fahren? Normalerweise fährt ein Krankenwagen nur das nächstgelegene Krankenhaus an.

Auf dem Weg in die Klinik

Der Krankenwagen kam und die Fahrer waren nicht gerade erfreut, als sie uns fragten in welcher Klinik ich mich vorgestellt hatte und wir ihnen die unsrige nannten. Wir versuchten ihnen zu erklären, dass unser Kind mit dem Popo nach unten in mir sitzen würde und dass in jeder anderen Klinik mir ein Kaiserschnitt bevorstand und dass wir daher unbedingt dorthin müssten. Und da ich Erstgebärende war, noch gar keine Wehen hatte und der Krankentransport erst in über einer dreiviertel Stunde hätte da sein können, ließen sie sich erweichen und fuhren mich in unsere Wunschklinik.

Bereits auf dem Weg in die Klinik begann ich irgendwie meinen Unterbauch zu spüren. Es waren weder regelmäßige Wehen, geschweige denn Schmerzen. Es war einfach nur das Gefühl: Da tut sich etwas. Noch auf dem Bett Zuhause liegend hatte ich zu meinem Mann gesagt: „Also ich könnte mir einbilden, dass ich etwas spüre!“ Es war wohl da schon nicht eingebildet gewesen. Nein, es ging tatsächlich los.

Ankunft im Kreißsaal

Auf dem Weg versuchte meine Begleitung im Krankenwagen zwei Mal im Krankenhaus anzurufen, um uns anzumelden, jedoch konnten wir dort niemanden erreichen. Gott sei Dank, denn als wir an der Klinik ankamen, schlug die Hebamme, die uns die Tür öffnete quasi die Hände über dem Kopf zusammen: „Haben Sie denn nicht angerufen?!“ Ja, doch, aber es ging eben niemand ans Telefon. Wir erfuhren von der Hebamme, die außerordentlich erschöpft wirkte, dass in dieser Nacht wohl unglaublich viel los sei. Trotzdem schoben sie mich in eine Art Reserve-Vorbereitungsraum. Insgesamt fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht besonders wohl. Die gestresste Ausstrahlung der etwas älteren Frau stressten auch mich. Ich wurde auf das Bett gehoben und die Hebamme brachte viele Formulare, die mein Mann ausfüllen musste und ein erstes CTG wurde geschrieben.

Die Eröffnungsphase

Während wir alleine warteten, was als nächstes passieren würde, wurde bestimmt eine Stunde CTG geschrieben. Dies war unauffällig, auch wenn ich meinen Unterleib durchgehend ein wenig spürte. Es war ca. eine Stunde später als eine Ärztin ins Zimmer kam um mich zu untersuchen. Bis dahin hatte ich gelegen, da wir nicht wussten, ob ich aufstehen durfte. Die Ärztin kam herein und mir ging sofort das Herz auf. Sie strahlte uns mit ganz vielen kleinen Grübchen im Gesicht an. Sie begann mich zu untersuchen und sagte schon nach Sekunden: „Oh, ein ganz eindeutiger Blasensprung.“ Außerdem stellte sie fest, dass der Po tief genug im Becken sei und ich aufstehen dürfe. Auch sei der Muttermund bereits 1 cm offen. Strahlend verkündete sie, wir ständen am Anfang mit den besten Voraussetzungen. Diese Frau tat mir so gut. Nach der gestressten Hebamme hatte sie eine Wärme und Ruhe, die mich langsam in der Situation ankommen ließ. Ich fragte sie auch, ob mein Baby denn nicht bald auf dem Trockenen liegen würde, da ich immer weiter Fruchtwasser verlor. Schon zuhause nach dem Blasensprung hatte ich erschrocken meinen Bauch betastet. Sie beruhigte uns aber, dass der Körper ständig Fruchtwasser nachproduzieren würde.

Die Nacht verging unglaublich schnell. Ich konnte natürlich nicht schlafen, so aufgeregt war ich und so redeten wir und warteten. Gegen morgen drehten wir auf dem Flur ein paar Runden. Weiter weg trauten wir uns aber nicht, da einfach niemand da war, der es uns „erlaubt“ hatte. Die Wehen begannen regelmäßig zu werden und es war kein dauerhafter Druck mehr, sondern ein kommen und gehen, so wie man es sich vorstellt, wie Wehen eben sind.

Die Sache mit den Wehen

Zu dieser Zeit redete ich noch sehr viel. Egal ob Wehe, oder Wehen Pause. Und ich lief durchgehend. Ja, ich legte es sogar darauf an, da meine Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs gesagt hatte, wir sollten dann in die Klinik fahren, wenn die Wehen alle drei Minuten kämen und so stark seien, dass wir stehenbleiben müssten, um sie zu veratmen. Da wir ja, auf Grund des Blasensprungs, schon früher in der Klinik waren, wollte ich gerne herausfinden, wann dieser Moment sein würde. Also lief ich gegen die Wehen an. Irgendwann ging das dann tatsächlich nicht mehr und ich musste stehen bleiben und automatisch drehte sich mein Becken dazu im Kreis. Im Vorbereitungskurs war mir das bei den Übungen noch peinlich gewesen, aber jetzt tat es mein Körper von ganz alleine und ich machte mir überhaupt keine Gedanken darüber, wie ich wohl dabei aussah. Irgendwann begann ich auch die Wehen zu veratmen, nicht, weil ich es zu diesem Zeitpunkt gebraucht hätte, sondern weil man das halt so macht. Es war als könnte mein Körper selbst steuern und mir zeigen, was ihm gut tut. Zu diesem Zeitpunkt sagte ich zu meinem Mann noch: „Ich weiß, dass es noch viel schlimmer wird.“ Und ich dachte mir auch: „So halte ich es noch eine ganze Weile durch, wenn es sein muss, auch bis heute Abend. Es ist zwar schmerzhaft, aber zu ertragen.“ Wie schlimm es aber noch werden sollte, konnte ich mir da einfach noch nicht vorstellen.

Die Zeit verging und die Wehen wurden stärker. Erst musste ich stehen bleiben, dann veratmen. Aus lautem Atem wurden lange Vokale. Alles Dinge, über die man sich vorher unglaublich viele Gedanken macht und sich sicher ist, dass man selbst, das ganz bestimmt nicht macht. Ich versuchte alle möglichen Positionen einmal aus, um die Wehen zu veratmen, aber nichts machte es besser. Im Sitzen und Liegen waren die Schmerzen am stärksten, also stand ich und lief, stundenlang. Der Ball, welchen ich im Geburtsvorbereitungskurs sehr gemocht hatte, half nicht und auch eine Massage meines Mannes brachte mir nicht sonderlich etwas, daher ließen wir es bleiben.

Irgendwann stellte ich fest, dass immer, wenn ich eine etwas längere Wehen-Pause hatte, die aus dem eigentlichen Rhythmus viel, die folgende Wehe darauf, deutlich an Intensität zunahm. Ich wusste daher nicht, ob ich mich über die etwas längere Pause freuen sollte, da es mir gleichzeitig vor der nächsten Wehe, die schmerzhafter sein würde, graute.

Ein Tipp von einer Hebamme, die zwischenzeitlich mal hereinkam half mir sehr. Sie sagte, ich solle nicht erst beginnen die Pause zu genießen, wenn die Wehe vorbei sei, sondern mich bereits entspannen, wenn der Berg überwunden sei und der Schmerz schon zurückging. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Pausen wieder länger waren und jede Sekunde tat gut.

Ich merkte, dass ich weniger redete und dass es anstrengender wurde. Es ging auf den Mittag zu und ich bekam ein weiteres CTG. Zum Glück im Stehen, denn liegen konnte ich schon die ganze Zeit nicht mehr, die Schmerzen waren in dieser Haltung einfach zu groß. Ich stand also vor dem CTG und war gespannt was es anzeigen würde. Es verwunderte mich total als die nächste Wehe kam und dieses Gerät einfach gar nichts anzeigte. Auch die nächste und übernächste Wehe wurden nicht angezeigt. Ich ärgerte mich. Ich hatte solche Schmerzen und dieses Gerät wollte sie einfach nicht erfassen. Wir warteten ab. Nichts passierte, jedenfalls nicht auf dem Wehen-Schreiber, in mir jedoch schon. Nach ca. 20 Minuten fanden wir die Lösung des Problems: Der Abnehmer war nicht richtig auf meinem Bauch befestigt gewesen. Mein Mann schob ihn richtig unter das Gummiband und sofort schoss der Schreiber bei der nächsten Wehe auf über 100 hoch. Das war ein sehr befriedigendes Gefühl und so stand ich eine ganze Weile vor diesem Gerät und veratmete meine Wehen und schaut zu, wie sie gleichzeitig in einer Grafik erfasst wurden.

Die heiße Phase beginnt

Keine Wehentätigkeit auf dem CTG zu sehen.

Gegen 12 Uhr muss es gewesen sein, dass ich das erste Mal für mich dachte: „Nein, das halte ich nun doch nicht mehr ewig durch. Vielleicht noch eine Weile, aber ganz sicher nicht mehr bis heute Abend.“ Ich behielt es jedoch erst einmal für mich, tun konnten wir ja sowieso nichts. Vermutlich eine weitere Stunde verging und es wurde immer heftiger. Die Wehen waren unglaublich schmerzhaft und auch die Pausen waren so kurz geworden, dass sie kaum mehr halfen. Ich sagte zu meinem Mann: „Ich kann nicht mehr.“ Ab da veratmeten wir die Wehen zusammen. Er unterstützte mich und sagte zu mir: „Die nächste schaffst du noch.“

In meiner Erinnerung saß ich auch noch einmal auf dem Ball, jedoch brachte das nichts. Ich spürte auf einmal, dass ich aufs Klo müsste. Wir sagten daraufhin Bescheid. Gefühlt brauchte es ewig bis jemand kam und ich beschrieb der Frau mein Gefühl und dass ich noch einmal zur Toilette müsste. Sie hatte einen Akzent und sagte nur: „Druck nach unten?! Druck nach unten?! Sehr gut, dann geht es jetzt gleich los.“ Sie ging und wir waren wieder alleine, die Toilette war kein Thema mehr. Es brauchte wieder ewig bis jemand kam. Diesmal eine Ärztin. Ich musste mich aufs Bett legen und wurde untersucht. Der Muttermund war 7cm offen und sie ging, mit den Worten, es würde jetzt ein Kreißsaal hergerichtet werden.

Die Wehen die nun kamen waren in meiner Erinnerung die schlimmsten. Ich hatte einen unglaublichen Druck nach unten, fast keine Wehen-Pausen und irgendwie wollte ich gerne Pressen, durfte aber nicht, da wir alleine waren, und so musste ich diesen Druck verheben. Das war schrecklich. Ich fuhr meinen Mann an: „Es muss jetzt jemand kommen! Es muss jetzt sofort jemand kommen!“ Im Nachhinein tat mir dies etwas leid, da ich wohl schon sehr forsch zu ihm gewesen war und er selbst in dieser Situation auch machtlos.

Die Geburt

Wieder dauerte es ewig bis jemand das Zimmer betrat. Es war die Hebamme. Ich kann mich nicht erinnern, ihr je richtig ins Gesicht gesehen zu haben, wahrscheinlich habe ich beim Veratmen der Wehen immer die Augen zu gehabt. Ich kann mich nur noch an ihre Stimme erinnern und dass sie summte. Sie sagte in einem ganz ruhigen Tonfall, dass ich mal auf das Bett gehen solle und in den Vierfüßler. Es war gar keine Rede mehr davon in einen Kreißsaal zu gehen, mein Kind würde nun also in diesem Vorbereitungsraum zur Welt kommen.

Als ich auf dem Bett hockte, fragte ich ob ich pressen dürfte. Die Hebamme sagte ja und ich schob nun mit der nächsten Wehe mit. Es fühlte sich besser an als alles andere davor. Endlich konnte ich etwas tun und irgendwie waren auch die Schmerzen, wenn ich presste weniger schmerzhaft und auch die Pausen kamen mir wieder länger vor. Ich weiß nicht mehr, wie viele Presswehen ich hatte. Vielleicht waren es vier, fünf Presswehen, vielleicht mehr oder weniger. Die Hebamme summte. Mein Mann bat mich seine Hand zu nehmen und zu drücken. Ich tat es, mehr für ihn als für mich. Gebraucht hätte ich es nicht, da es mir auch nicht half und ich eigentlich auch keine Kraft dazu hatte. Es war einfach nur gut, dass er da war.

Ich spürte, wie vor dem Fenster die Sonne zu scheinen begann und das machte mich irgendwie froh. Zwischendurch knallte eine Tür. Nur kurze Zeit später sagte eine Männerstimme: „Wir müssen sie jetzt auf den Rücken drehen.” Da wurde ich auch schon gedreht und sah, dass ungefähr fünf, sechs Leute im Raum standen. Die Hebamme nahm meine Hände und legte sie an meine Knie und sagte mir, dass ich hier gut festhalten sollte und die nächste Wehe kam. Ich presste mit und schrie dabei und auf einmal kam auf den normalen Wehenschmerz ein Schmerz oben drauf, der unbeschreiblich war. Und so wie auf den Schmerz noch ein Schmerz kam, kam auf meinen Schrei noch ein Schrei oben drauf. Ich schrie so laut, dass ich selbst vor mir erschrak. Noch nie hatte ich solche Schmerzen gespürt und mir kommen jetzt fast die Tränen, wenn ich mich daran erinnere, wie schrecklich schlimm es war. Es war schlimmer als jede Wehe davor und ich verlor mich einfach in dem Schmerz. Ich wusste nicht was passierte, wieso, weshalb, warum und ich dachte auch nicht darüber nach, da war nur dieser Schmerz. Ich wusste nicht einmal mehr für was er war, nicht einmal mehr, dass ich hier ein Kind bekam. Die Wehenpause kam und der Arzt fuhr mich an: „Frau S, jetzt müssen Sie noch einmal so richtig mitmachen.“ Und schon kam die nächste Wehe und wieder dieser unbeschreibliche Schmerz oben drauf, aber diesmal presste ich mit und schob und gab wirklich alles, auch wenn ich nicht wusste, wie viel es war. Ich hatte einfach kein Gefühl für meine Kraft, oder irgendetwas, da war nur der Schmerz. Es fühlte sich an, als ob der Mann mein Baby aus mir herausreißen würde.

Es war eine Erleichterung als ich sah, wie der Arzt das Kind in die Luft hob und ich hörte, wie mein Mann neben mir ganz plötzlich zu weinen und zu schluchzen begann und im nächsten Moment legte mir der Arzt unser Baby auf die Brust. Er sagte ganz warm: „Entschuldigen Sie die Intervention, Frau S. Hier ihr Kind.“ Und dann lag dieses kleine Wesen auf mir und schaute mich mit seinen großen, fast komplett schwarzen Augen an und ich war überrascht, dass mir gar nicht zum Weinen zumute war, in diesem emotionalen Moment. Ich war einfach nur so erleichtert, dass diese Schmerzen vorbei waren und es war einfach alles so schnell gegangen und unbegreiflich. Ich sah dieses Kind in meinen Armen an, hielt es fest und sagte: „Da bist du ja. Hallo!“

Die Ruhe nach dem Sturm

Ich war erstaunt, dass ich so ganz normal sprechen konnte, als wäre in den Sekunden zuvor überhaupt nichts geschehen. Kein Schmerz mehr, kein Geschrei, alles war plötzlich ganz friedlich.

Einige Augenblicke später fragte eine anwesende Frau, ob man es mir erklären solle und die Hebamme reagierte mit: „Nicht jetzt“, aber ich hatte es gehört und wollte wissen, was denn sei. Da sagte die Hebamme nur ganz ruhig in zwei Sätzen etwas wie, die Nabelschnur sei vor gerutscht und wir hatten kurz keine Herztöne und da musste es sehr schnell gehen.

Ich konnte in diesem Moment mit diesen Sätzen nicht viel anfangen, nahm es einfach zur Kenntnis, da ich sowieso nur mit meinem Baby, unserer Tochter beschäftigt war. Dass es jedoch in den letzten Sekunden um Leben und Tod gegangen war und wir dem Oberarzt, der mir solche Schmerzen zugefügt hatte, dein Leben verdanken, begriff ich erst viel später. Und das war gut so.

Ich habe oft gehört, wie Frauen gesagt haben: „Du wirst den Schmerz der Wehen vergessen.“ Ja, das stimmt, an die Schmerzen der Wehen erinnere ich mich heute nicht mehr, aber die “Vernichtungsschmerzen”, welche ich durch den Eingriff des Arztes erfahren habe, werde ich nie vergessen. Es hat eine Weile gebraucht bis ich hier zu differenzieren gelernt habe, bis ich überhaupt verstanden habe, dass hier über den Geburtsschmerz hinaus andere Kräfte am Werk waren. Anfangs dachte ich: „Eine Geburt ist eben schrecklich schlimm. Und die Geburt meiner Tochter, wie jede andere eben auch. So sind Geburten nun mal.“ Und ich bin so dankbar über mein Unwissen, denn genau dieses lässt diesen Satz wahr werden.

Ich bin dankbar, dass ich keine Angst haben musste, da ich dachte, alles würde so gehören. Nicht einmal als drei Stunden später der Oberarzt, in zivil unser Zimmer betrat, um uns zu versichern, dass weder ich noch unsere Tochter medizinische Folgen davon tragen würden – warum denn auch? – und wir bei Gesprächsbedarf gerne jeder Zeit noch einmal auf ihn zukommen dürften, und sei es erst in drei, vier Monaten, seine Erinnerung werde zwar verblassen, aber er werde sich erinnern. Nein, nicht einmal da begriff ich, dass diese Geburt wohl auch für ihn ein prägendes Ereignis gewesen sein musste.

Ein Wort zum Schluss

Einige werden sich jetzt vielleicht denken: „Wie kann sie mit einer solchen „Horror“- Geschichte, mit einer – wie sie meine Oma bezeichnet – solchen schweren Geburt, mit Komplikationen, die ihrer Tochter fast das Leben gekostet haben, Mut machen wollen zu einer natürlichen Geburt in Beckenendlage.“

Ihr Lieben euch sei gesagt  :

Der Nabelschnurvorfall, einer der seltensten und gleichzeitig gefährlichsten Komplikationen einer Geburt, steht nicht im Zusammenhang mit der Beckenendlage eines Kindes. Er kann genauso bei einem Kind in Schädellage auftreten. Unser Mädchen war sehr klein und zierlich (46cm und 2370g) wodurch die Nabelschnur mit einem Schwall Fruchtwasser an ihr vorbei getragen werden konnte. Uns wurde in der Klinik versichert, dass dies aber genauso gut in Schädellage passieren hätte können. Ja, wir wurden unglaublich bewahrt, da der Vorfall früh genug erkannt wurde.

Ich durfte Erfahren, dass das Vertrauen in mich, mein Kind und vor allem in das erfahrene Team meiner Entbindungsklinik trägt. Und es macht mich traurig, dass es wohl immer mehr Frauen schwer fällt auf dieses Vertrauen zu setzen. Dass immer mehr Kliniken das Vertrauen nicht entgegen bringen wollen oder können und bei BEL, aufgrund fehlender Routine, Mangel an Wissen und anderen Gründen, der Kaiserschnitt als einzig sichere Lösung verkauft wird. Ja, es hätte auch anders ausgehen können und später haben wir auch erfahren, dass im Nachbarraum schon alles für einen Notkaiserschnitt für unser Mädchen vorbereitet worden war. Das Risiko einer Geburt liegt jedoch, meiner Meinung nach, nicht in der BEL. Jede Geburt ist eine Ausnahmesituation, in der Komplikationen auftreten können. Und genau diesen Komplikationen, die auch bei einem Kaiserschnitt oder einer Geburt in Schädellage auftreten können, zum Trotz:

Für mich ist die Geburt meiner Tochter ein unvergessliches Erlebnis, nicht traumatisierend, nicht von Angst erfüllt, sondern ein Schatz, der mich bis heute durch und durch prägt und mit dem Mut zu vertrauen und endloser Dankbarkeit erfüllt.

„Ich durfte Erfahren, dass das Vertrauen in mich, mein Kind und vor allem in das erfahrene Team meiner Entbindungsklinik trägt.“

Himbeer-Pudding-Hefeschnecken

Himbeer-Pudding-Hefeschnecken

Ich liebe ja die klassische Hefeschnecke mit Zimt und Zucker. Jahrelang war sie mein unangefochtener Mitbringsel-Allrounder und auf jedem Buffet in meinem Freundes- und Familienkreis bei Geburtstag, Hochzeit und Co. vertreten. Nun nach jahrelanger Vormachtstellung in der Hefeschnecken-Rezeptewelt hat sie wohl ab heute Konkurrenz bekommen – Die Himbeer-Pudding-Hefeschnecke. In ihrem Namen allein sind schon alle Antworten auf das „Warum“ enthalten:

Die Himbeere – fruchtig, rot, bringt sie den Geschmack vom Sommer
Der Pudding – süßer, weicher, schnell gemachter Lieblingnachtisch aus der Kindheit.
Die Hefeschnecke – fluffige, runde, handliche Portionierung.

Lust bekommen? Dann findest du folgend eine Schritt für Schritt Anleitung.
Das Grundrezept für den Hefeteig ist nicht schwer und der Rest geht auch ganz fix. Viel Spaß!

Zutaten für den Hefeteig:

  • 1 Würfel Hefe
  • 75 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 200 ml Milch
  • 500 g Mehl (Typ 405)
  • 1 Ei (M oder L)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Schneckenfüllung:

  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 500 ml Milch und 3 Esslöffel Zucker (für die Zubereitung des Puddings)
  • 200 g Himbeeren (entweder frische Beeren oder tiefkühl)

Und los geht’s:

  1. Die Milch auf dem Herd leicht erhitzen und die Butter in kleinen Stücken darin schmelzen, dann das Ganze in eine Rührschüssel umfüllen und etwas abkühlen lassen.
  2. Die Hefe zerbröseln, hinzugeben und solange rühren bis sie sich auflöst.
  3. Vanillezucker und Zucker hinzugeben.
  4. Mehl, Ei und Salz als letztes zugeben und gut kneten. (Ich knete am liebsten mit der Hand, vielleicht habt ihr aber eine Küchenmaschine, der ihr hier mehr vertraut, als ich meiner 😉 )
  5. Den Hefeteig mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur 1- 1,5 Stunden gehen lassen.
  6. Während der Teig geht, den Vanillepudding, nach Packungsanleitung, zubereiten und die Himbeeren waschen oder die Tiefkühlbeeren etwas antauen lassen.
  7. Der fertig gegangene Teig wird nun etwa 1 cm dick, rechteckig ausgerollt und mit dem Pudding bestrichen. Darüber werden die Himbeeren gestreut.
  8. Nun den Teig von der langen Seite aus einrollen und mit einem scharfen Messer in 4- 5 cm dicke Stücke schneiden. (Aus der Teigmenge erhält man dann ca. 15 Schnecken).
  9. Die Schnecken auf ein Backblech legen und leicht andrücken.
  10. Bei 180 Grad, Umluft, für 15 Minuten im Ofen backen bis sie leicht goldbraun schimmern.
  11. Mit Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.
  12. Guten Appetit 😉